Beteiligung und Aktivierung
 

 

„Hier erhalte ich wieder Selbstvertrauen für mein Leben“


 

 
   

Konzeptionelle Grundlage der demokratischen Gremien ist folgendes Verständnis der Hilfe nach §§ 67ff SGB XII.:
Nur wenn die Bewohner als mündige Bürger ernst genommen werden und ihnen Verantwortung zugesprochen wird kann HAUS WEISSENBURG seinem Auftrag gerecht werden.

Das Demokratiemodell von HAUS WEISSENBURG setzt konsequent die Forderung der Caritasschrift 'Perspektiven der Wohnungslosenhilfe' um. Der Leitgedanke hier ist, dass die Leistungsempfänger konkrete Wünsche und Lebensentwürfe haben und auch Fähigkeiten zur Bewältigung und Gestaltung ihrer Lebenssituation.

Die demokratische Einbeziehung der Bewohner in Entscheidungsprozesse in HAUS WEISSENBURG hat eine Tradition, die schon seit 1990 besteht.

Im HAUS WEISSENBURG gibt es folgende Bewohnergremien:

Aufzählung Wohngruppenversammlungen
Aufzählung Heimrat

 

Wohngruppenversammlungen

An der Wohngruppenversammlung nehmen alle Bewohner der Wohngruppe und die beiden zuständigen Mitarbeiter/innen aus der Sozialabteilung teil. Sie findet regelmäßig alle zwei Wochen statt . Halbjährlich wird jeweils ein Etagensprecher und sein Stellvertreter gewählt. Alle Etagensprecher bilden zusammen den Heimrat.


Die Wohngruppenversammlungen haben folgende Funktionen:
 

Aufzählung Organisation des Etagenlebens (Putzplan, Reparaturen,...)
Aufzählung Bericht aus dem Heimrat
Aufzählung Planung von Freizeitaktivitäten
Aufzählung Schaffung einer positiven Etagenatmosphäre durch das gemeinsame Gespräch
Aufzählung die Auseinandersetzung mit Konflikten

 

Heimrat

Auch der Heimrat findet regelmäßig alle 14 Tage statt. Neben den Etagensprechern nehmen ein oder zwei Mitarbeiter/innen aus der Sozialabteilung daran teil.
Der Heimrat arbeitet auf Grundlage der Heimratssatzung, die von Bewohnern und der Sozialabteilung erarbeitet wurde. Sie ist fester Bestandteil des Gesamtkonzeptes von Haus Weissenburg.


Der Heimrat hat folgende Funktionen:

Aufzählung Informationen an die Heimräte über aktuelle Entwicklungen in der Wohnungslosenhilfe, Sozialhilferecht, etc.
Aufzählung Planung von übergreifenden Freizeitveranstaltungen (Segeln, Kanu, Fussball)
Aufzählung Krisenintervention
Aufzählung Verwaltung der hauseigenen Cafeteriagelder
Aufzählung Diskussionsforum für Konzeptveränderung
Aufzählung Planung von Projekten

 

Arbeitsangebote / Tagesstrukturierung

Haus Weissenburg sowie weitere Einrichtungen und Abteilungen der SKM g GmbH bieten Stellen im Rahmen von tagesstrukturierenden Maßnahmen und Stellen zur Eingliederung in Arbeit.

Die Einsatzbereiche: Cafeteriabewirtschaftung, Internetcafebetreuung, Renovierungsarbeiten, Reinigungsarbeiten, Möbelprojekt Cash & Raus.
Die Maßnahmen in den unterschiedlichen Einsatzbereichen schaffen die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten wiederzuentdecken, seinen Tag (wieder) strukturieren zu lernen, sich auf eine feste Anstellung vorzubereiten sowie neue soziale Kontakte zu knüpfen. Oft werden nach langer Zeit erstmals wieder selbst erarbeitete Erfolge verzeichnet, die sich auch in den anderen Lebensbereichen positiv auswirken können.

 

Aktivierende Freizeitangebote

Auch Freizeitangebote können einen Tag strukturieren. In Haus Weissenburg gibt es verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der Gruppe. Hierbei kann jeder Teilnehmer bereichernde Erfahrungen in anderen Lebensbereichen sammeln um so den Alltag mit neuen Möglichkeiten zu gestalten.
Alle Angebote richten sich nach den Interessen und Fähigkeiten der Bewohner. Abhängig von den zeitlichen Kapazitäten der Sozialabteilung werden auch Tagesausflüge und / oder mehrtägige Freizeiten angeboten.
Im Einzelfall ist die Motivation und Vermittlung in bereits bestehende gemeinwesennahe Freizeitangebote fester Bestandteil unserer Hilfe.

 

Internetcafe

Seit Anfang 2001 verfügt Haus Weissenburg über ein Internetcafé, das den Bewohnern, Ehemaligen sowie anderen wohnungslosen Menschen die Möglichkeit bietet, an den sogenannten "neuen Medien“ teilhaben zu können.
Ziel des Internetcafés mit seinen sechs PC-Plätzen ist es, benachteiligten Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu diesen "neuen Medien“ zu ermöglichen und ihre Kompetenzen im Umgang z.B. mit dem Internet und dem multimedialen Arbeitsplatz als solchem zu fördern.

Interessierte Bewohner können bei uns:

Aufzählung Anleitung erhalten, sich mit dem PC / Internet vertraut zu machen oder vorhandene Kenntnisse zu vertiefen.
Aufzählung im Internet surfen (Informationsbeschaffung, Wohnungssuche, Arbeitssuche)
Aufzählung PC-Arbeitsplätze nutzen (Bewerbungen, Lebensläufe, Briefe schreiben, Anwendungsprogramme nutzen)
Aufzählung Computerspiele spielen, Musik hören, Chatten und mit anderen Menschen kommunizieren
Aufzählung das Internet-Café als Kontaktforum und Ort der persönlichen Begegnung


Cafeteria und Internetcafe als Möglichkeit des Kontaktes

 

Die bewohnerbetriebene Cafeteria und das Internetcafe bieten vielfältige Möglichkeiten:

 

 

 
Aufzählung für die Bewohner, die als Beschäftigte im Rahmen von „Tagesstrukturierender Maßnahme“ einen (Wieder-) Einstieg ins Arbeitsleben finden wollen
Aufzählung für die Bewohner, die als Gäste Kontakt zu anderen (auch ehemaligen) Bewohnern knüpfen können
Aufzählung für die Bewohner, die als Internetcafenutzer Kontakt zu anderen Nutzern bekommen und ihr Wissen vertiefen können
Aufzählung für die Bewohner, die als Internetsurfer Kontakt zu Menschen im Netz herstellen können.
 

Unsere beiden Cafes haben an den Wochentagen geöffnet.
Die Einnahmen der Cafeteria werden vom Heimrat verwaltet.